Feuer zerstört Schlangen-Sammlung

70.000 Schlangen, Spinnen und Skorpione in Formalin verbrannt.

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Gemeinschaftszentrum Fabio Sandei - Salvador da Bahia

Bei einem Besuch eines Mitglieds der Brasilieninitative Freiburg e.V. im Dezember 2007 kam die Idee, ein bereits bestehendes, aber noch nicht genutztes Gemeinschaftszentrum im Stadtteil São Christovão funktionsfähig zu machen.

Zusammen mit der "Associação Dom Bosco" wurde die Realisierung begonnen.
Zielgruppe dieses Projekts sind bedürftige Familien des Stadtteils São Cristovão.
Der Stadtteil selbst liegt in der Nähe des Flughafens in Salvador und entstand ohne Planung und ist inzwischen offiziell legalisiert. Augenblicklich leben in diesem Stadtteil, einem der ärmsten Salvadors, ungefähr 80 000 Menschen.
Schulen inkl. Kinderkrippen, Gesundheitseinrichtungen und Gelegenheit für die Bewohner sich zu treffen, gibt es so gut wie nicht. Im Gemeinschaftszentrum soll eine Ganztags-Kinderkrippe (7.00 Uhr - 17.00 Uhr) eingerichtet werden, wodurch die Müttern die Möglichkeit haben, als Hausangestellte einer Beschäftigung nachzugehen. Daneben sollen Alphabetisierungskurse stattfinden und Kinder die Gelegenheit zum Nachhilfeunterricht bekommen. Durch die Einrichtung einer Küche soll zudem gewährleistet werden, dass die Kinder täglich eine warme Mahlzeit erhalten. Das Zentrum soll von Freiwilligen geleitet werden. Bisher haben sich neununddreißig Personen bereit erklärt, im Rahmen des Projekts tätig zu werden. Diese kommen selbst aus dem Stadtviertel, haben zumindest einen der Hauptschule vergleichbaren Abschluss. Die Auswahl erfolgt auf der Basis des schon bisher erfolgten Engagements innerhalb der Gemeinde. Die Bandbreite ist groß: von der Hausfrau über den Capoeira-Meister bis hin zu Psychologiestudenten.

 

Der Stadtteil ist heimgesucht von Drogen und Gewalt. Dementsprechend sind viele Kinder und Jugendliche mit der Spirale von Drogen und Gewalt konfrontiert. Dem versucht das Projekt entgegen zu steuern, indem es, wie bereits erwähnt, verschiedenste Angebote anbietet. Dazu gehört Betreuung von Kleinkindern, Begleitung von Schulkindern und Ausbildungsprogramme von Jugendlichen sowie Freizeitangebote. Für die tägliche Verpflegung der Kinder sollen grundsätzlich die Familien sorgen. Im Falle von Engpässen soll jedoch innerhalb des Projekts ein Betrag für die Mahlzeiten vorgesehen werden.
Auch wird durch das Gemeinschaftszentrum versucht eine ärztliche -und zahnärztliche Grundversorgung der Ärmsten sicher zu stellen. Was die Verbrauchsmaterialien im Rahmen der ärztlichen Versorgung betrifft, so ist daran gedacht, dass die Ärzte selbst einen Teil aus ihren Arbeitsstellen (Krankenhäuser und Privatpraxen) beschaffen können.
Der Bedarf an all diesen Angeboten ist groß und es ist abzusehen, dass die Nachfrage die Möglichkeiten dieses Projekts übersteigt. Vorgesehen ist deshalb, dass Hausbesuche der Projekt-Equipe darüber entscheiden werden, wer das Angebot im Gemeinschaftszentrum wahrnehmen kann. Auswahlkriterium: "Wer ist am Schlimmsten dran?"
Auch bei diesem neuen Projekt ist der direkte Kontakt durch kontinuierliche Besuche gewährleistet.

Spenden bitte unter dem Stichwort "Gemeinschaftszentrum" auf das Konto der Brasilieninitiative Freiburg e.V.

Durch die Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg war es möglich, 2009 dieses Projekt zu beginnen. Für den laufenden Unterhalt ist jedoch zunächst eine Unterstützung von außen weiter notwendig.

 
In eigener Sache
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