Am 15.07.2013 bekamen wir von der Associação Dom Bosco in Salvador den Arbeitsbericht für das Jahr 2013.Wir haben ihn zusammengefasst und nach Nachfrage etwas vervollständigt.

Die Associação Dom Bosco stellt sich vor

Die Associação Dom Bosco wurde im Jahr 2001 von Padre Cristoforo Testa zusammen mit einigen Angehörigen der Pfarrei São Cristovão ins Leben gerufen, denen es vor dem Hintergrund der sozioökonomischen Situation im Stadtteil São Cristovão ein Anliegen war, mit Menschen zu arbeiten, die außerhalb unserer Gesellschaft oder am deren Rand stehen.
In der Anfangsphase war diese Arbeit auf den Gesundheitsbereich ausgerichtet, in Form von unterschiedlichen Versorgungsangeboten durch medizinisches Personal aus verschiedenen Fachrichtungen. Als sich dann die Lage der Bewohner des Viertels durch diese individuellen Hilfsmaßnahmen allmählich besserte, tauchten andere gesellschaftliche Herausforderungen auf, die nach einer angemessenen und wirksamen Antwort verlangten.
São Cristovão stand in dem Ruf, einer der gewalttätigsten Stadtteile Salvadors zu sein. Daten des brasilianischen Statistikamts IBGE (2007) zufolge stieg die Zahl der im Drogenhandel involvierten Kinder und Jugendlichen in beängstigender Weise. Vor diesem düsteren Hintergrund wurde die Idee der Errichtung von Kinderkrippen und Gemeindeschulen in den größten Armensiedlungen am Rand des Stadtbezirks geboren, getreu dem Motto “Leben für alle”. Derzeit sind in der „Creche São Paulo“ 30 Kinder ganztags untergebracht, in der „Creche Providencia Divina“ 27 Kinder, im Gemeinschaftszentrum „Fábio Sandei“ 42 Kinder und in der Gemeindeschule „Padre Pesce“ 85 Kinder, wobei im Schichtbetrieb, also morgens und vormittags sowie nachmittags abends unterrichtet wird.
Auf dieser langen Wegstrecke der Liebe, Solidarität und Errettung der menschlichen Würde ist uns allmählich klar geworden, dass sich unser Auftrag auf die ganze Familie erstreckt, denn wir glauben, dass Lebensglück und Selbstverwirklichung des Menschen auf den familiären Strukturen beruhen. Und so sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass wir für die Aufnahme, die Arbeit mit und die Erziehung unserer Kinder und Jugendlichen hin zum Guten, im Kreise ihrer Angehörigen, größere, besser geeignete Räumlichkeiten benötigen. Auf diese Weise entstand das Gemeinschaftszentrum „Centro Social Fábio Sandei“ als Dreh- und Angelpunkt, wo die Gesamtheit unserer Aktivitäten für das Leben und dessen Schutz unter einem Dach zusammengefasst sind.
Voller Dankbarkeit dürfen wir erkennen, dass die über 184 in unserem Projekt betreuten Kinder und Jugendlichen Wegbereiter der Entwicklung hin zu einer neuen, gerechteren und egalitären Gesellschaft sind und als solche zur Errichtung der von Papst Johannes Paul II. so sehnlich herbeigewünschten “Zivilisation der Liebe” beitragen können.
Rufen wir uns die Geschichte unseres Vereins in Erinnerung, so entsteht der Wunsch, unsere Kräfte noch stärker für dieses schöne „Werk Gottes“ einzusetzen, zum Wohle der Menschheit und in dem Vertrauen darauf, dass Gott uns stützt, Halt gibt, stärkt und erleuchtet, denn wir wissen, “dass wir bisher noch wenig, ja fast nichts getan haben” (Hl. Franz von Assisi).
Unsere Vision:
Einen Beitrag zur Errettung und umfassenden Bereicherung des Lebens inmitten der Armen und Ausgeschlossenen (Kinder, Jugendliche und deren Familien) der Gemeinde São Cristovão zu leisten, mit dem folgendem Motto als Leitbild: “Damit alle das Leben haben und es in Fülle haben” (Joh. 10,10).
Unsere Aufgabe:
Planen, weiterentwickeln und Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen für Kinder, Jugendliche und deren Familien in der Armensiedlung São Cristovão geben, damit das Leben dieser Menschen durch die Förderung von Bildung, Gesundheit, Ernährung und Freizeit bereichert und jedem einzelnen die ihm zukommende Würde zuteil wird.