Neues vom Zisternenprojekt Januar 2026
Wie sinnvoll die Unterstützung mit dem Bau von Zisternen bzw. dem Anlegen von Gemüsegärten ist, zeigen folgende Zeilen, die uns von dem Pa. Rômulo Remígio Viana Ende Januar aus Paraiba erreichten:
Campina Grande, 31. Januar 2026
Liebe Freunde der Brasilieninitiative,
ich hoffe, es geht euch gut.
Hier in unserem Hinterland sind wir sehr besorgt, denn bis jetzt hatten wir keinen Regen, außer in wenigen Einzelfällen mit sogenannten unzeitigen Regenfällen, wodurch die Reservoirs weniger als 20 % Wasser für die Versorgung der Städte enthalten, ganz zu schweigen davon, dass kleine Stauseen und Dämme seit Monaten sehr trocken sind und Tiere und Pflanzen sehr leiden. Wir hoffen, dass es im März, dem Stichtag für den Beginn der Regenzeit in unserem Sertão im Nordosten, endlich regnen wird.
Gestern hatten wir eine zweite Sitzung unsere Vereinigung Associação Padre Ibiapina und wir stellen euch nachfolgend unsere Ideen für das Jahr 2026 vor und hoffen, dass ihr uns weiter helfen könnt, die Not etwas zu lindern.
Wir träumen davon, sieben Familien- und Gemeinschaftszisternen zu bauen, wobei wir den Schwerpunkt auf Familien legen, die bisher nicht von den Programmen der Bundesregierung profitiert haben bzw. auf Kranke und ältere Menschen, die sich nicht fortbewegen können, um Wasser in einiger Entfernung zu holen.
Wir planen, in diesem Jahr die folgenden Orte zu besuchen: die Landgüter Chã de Lagoa Areias und Pedras Altas und Boa Vista, die an der Grenze zwischen den Gemeinden Aroeiras und Gado Bravo-PB liegen.
Auch möchten wir eine Bananengrube zur Sammlung von Abwasser aus Waschbecken und Toiletten bauen. Diese soll der Wiederverwendung des Wassers für den Anbau von Obst und Gemüse dienen.
Die Organisation eines Treffens zusammen mit den Mitarbeitern der Bewegung der vom Staudamm Betroffenen (MAB) wäre wichtig um die vom Acauã-Staudamm Betroffenen zusammenführen zu können.
Ich möchte euch auch nochmals in wenigen Sätzen kurz die Wichtigkeit eurer Initiative aufzeigen. Diese ist wichtig
*weil unsere Aufmerksamkeit den Menschen gilt, die noch nicht von den Sozialprogrammen der Bundesregierung erfasst werden;
* weil das Armutsniveau der Menschen, mit denen wir arbeiten, unter dem Mindestlohn liegt und es ihnen nicht möglich ist, sich zu versorgen und eine Zisterne zu bauen;
* weil viele alleinerziehende Mütter und junge LGBT+-Personen von der Fürsorge der Kirchen und Einrichtungen ausgeschlossen sind und am Rande der Marginalisierten stehen.
* weil die Arbeit, die von euch, der Brasilieninitiative, unterstützt wird, Aufklärungscharakter hat und den Menschen hilft, nicht von Politikern abhängig zu sein;
* weil wir der Meinung sind, dass Menschen, die eine Zisterne benötigen, sich für deren Bau und Instandhaltung sowie für den Schutz der Natur mitverantwortlich fühlen sollten. Dazu gehört auch, dass das Abwasser wiederzuverwenden ist. Ohne die Unterstützung der Brasilieninitiative werden wir mit den Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten, keine Fortschritte in dieser Richtung erzielen können…..“
- Vereinigung Padre Ibiapina –
Mit solidarischen Grüßen Pater Rômulo Remígio Viana
Wir, als Brasilieninitiative Freiburg e.V., unterstützen weiterhin diese Arbeit. Da wir keinerlei institutionelle Förderung erhalten, sind wir auf die vielen Einzelspender:innen angewiesen um Projekte wie dieses unterstützen zu können.
Spenden bitte unter dem Stichwort Zisternen auf das Konto:
Brasilieninitiative Freiburg e.V.
Volksbank Freiburg
IBAN: DE88 6809 0000 0025 0548 06